Symposia Biologica Hungarica 2. - Makrophagen und Phagozytose (1961)

Metschnikoff war der erste, der durch seine grundlegenden Untersu­chungen Zellen in vielzelligen Orga­nismen nachweisen konnte, die fähig waren, fremde Körperchen einzuver- leiben, zu phagozytieren. Er nannte diese Zellen Phagozyten — „fressende Zellen”. Schon Metschnikoff hat die biologische Bedeutung der Phagozy­tose erkannt, und seine Forschungen bilden die Grundlage unserer Kennt­nisse über die zelluläre Abwehrtätig­keit der Organismen. Seitdem wird dieser Frage große Aufmerksamkeit und ausgedehnte For­schungsarbeit gewidmet. Besonders das Problem der Makrophagen geriet in den Mittelpunkt des Interesses, da derselben sowohl in normalem als auch in pathologischem Sinne eine immer wachsende Bedeutung zukam. Die wichtige Rolle dieser Zellen in der zellulären Abwehrtätigkeit der Orga­nismen bekam immer mehr Betonung, nachdem auch ihre immunbiologische Bedeutung bewiesen wurde. Die Um­wandlungsfähigkeit der Makro- und Mikrophagen bei Entzündungen, ihre Rolle bei der Wundheilung, die Frage der Erzeugung von antibiotischen Stoffen und Antikörpern ließen das Interesse für diese Zellen immer höher steigen. Das im Jahre 1959 in Budapest ab­gehaltene internationale Symposium, dessen Material dieser Band enthält, beschäftigte sich mit der Frage der Makrophagen und der Phagozytose, und gab ein Bild vom Verhalten dieser äußerst wichtigen Zellformen. Die Vortrage, die von bulgarischen, deut­schen, italienischen, österreichischen, rumänischen, tschechoslowakischen und ungarischen Gelehrten gehalten worden sind, vermitteln durch die Schilderung ihrer Forschungen einem jeden, der auf diesem Gebiet tätig ist, wertvolle Beiträge.

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