Pester Lloyd - esti kiadás, 1918. január (65. évfolyam, 1-26. szám)

1918-01-01 / 1. szám

Amtlicher Koricht unseres Geueralstalkes. DaL Ung. Tel.-Korr.-Bureau meldet: A mt! i cd er Ä c rich k. Ausgegeben am 1. Januar. Qestlicher Kriegsschauplatz. Wafsenstillstand. Italienischer Kriegsschauplatz. Auf der Hochfläche von Asiago und im Gebiet des Monte Tomba herrschte tagsüber heftige Feuer- Miigkeit. Der Chef des Gsneratstabes. MelduuK^ der deutschen Gdersten Heeresleitung. Das Ung. Tel.-Korr.-Buteau meldet aus Berlin: Großes Hauptquartier, 1. Januar. Westlicher Kriegsschauplatz. HeeresqrLppe Krsnpriuz Rupprecht: Am Houthoulsterwalde mrd bei Pas- schendaele war das Artilleriefeuer vorübergehend ge­steigert. Ein starker englischer Erkundungsvorstüß südöst- lich von Monchy scheiterte. Südlich von Marcoing wurde in kleineren Kämpfm der Geländegewinn vom SO. T.'zember erweitert. Die Gefangenenzahlchat sich um einige Offiziere und 70 Mann erhöht. HccreSgtupPe deutscher Kronpriuz nud Herzog Albrecht von Württemberg. Aördlich von Prosnes und beiderseits von Or­nes 'vwie nördlich und östlich von St. Mihiel war die Arnurrietü-igkeil zeitweillg kehhaftt Ocsttichcr Kriegsschauplatz. Nichts Neues. Makedonische Front. kleine besonderen Ereignisse. Italienische Front. Im Tombagebiet dauerten tagsüber heftige Feuerkämpfe an. Der erste Generalquartiermeister Ludendorfs. Die Friedeusveehaud- lungeu mit Rußland. Eine Ucbereilung Pichons? ^Telegramm des Pest er Lloyd.) Gens, 1. Januar. Echo de Paris bestätigt, daß Pichon ' seine! Kammererklärung im vollständigen E invers­nehmen mit der Londoner Ziegierirng ab­gegeben habe. In Kammerlre-sen heißt es, daß P ich on, urrd Clemenceau schon bei dem jüngsten Pariser Besuch Lord Robert Cecils und Lord Milners mit diesen über die einzunehmeicheHaltung gegenüber dem vpr- cr.'Lsichtlichen F r i ed e ns sch r i t t der W i t t e l m äch t e Leratm hätten. Pichons kategorische Ablehnung wurzle daher in der dainaligen Unterhaltung mit den ) englischen Staatsmännern. Nach der Sitzung erzählte! SemSat in den Wandclgângen. Pichon habe zuerst, einige Tage init der Beantwortung des Friedensangebotes warren wollen, Clemenceau habe ihn jedoch zu der sofortigen, schroffen Ablehnung gedrängt. sTelegramm dcS Pest er Lloyd.) Gens, r. Jarmar. In einem Artikel derHumanit ë heißt es: „Was bas Kabinett Clemenceau uns a.s Losung des russischen Problems vorschlägt, ist in zwei Worten zusammenzufassen: S ch w e i g e n, Ab w ar t e n. Das ist zu wenig. Kein Wort über die Gesellschaft der Nationen, keine Erwiderungen auf die von Moutet, Mistral und Sembat so überzeugend vorgetragenen, Erwägungen. Pichon gewann cs über sich, mit einer s Eilfertigkeit, die einer befseren Sache würdig ge- j wesen rväre.'die kaum belanntgewordenen Weltfriedens­bedingungen der Mittelmächte aus eigener Macht­vollkommenheit zu beantworten,^ so daß Frankreichs Ver­bündeten, die jenes Loluinent fraglos eifrig durch­studieren. nun kaum mehr etwas anderes übrig bleiben werde. alsPichonLfolgenjchwere Erklärun­gen zu bestätigen. Befriedigung in Bulgarien. s fTrlrgrsram des Pest er Lloyd.) Berlin, 1. Nach Nachrichten aus Sophia und Konstanti­nopel ist dort der bisherige Gang derFriedens- verhandlungenmi t R ußlandmit außerordent­licher Befriedigung aufgenommen worden, was nicht nur in der Presie, sondem auch in spontanen Kund­gebungen der Bevölkerung zum Ausdruck gekommen ist. Insbesondere in Sophia ist Grund zur besten Zuver­sicht, da die in dem Friedensvertrag mt-t Rußland zu regeln- den bulgarischen Fragen —- es handelt sich hiebei in erster Linie um die Dobrudscha.dienach dem Prin- >zip des Selbstbestimmungsrechtes der Völker unzweifelhaft Bulgarien zu fal- lenmuß — als sehr einfach gelten. JtMenischer Bericht. 31. Dezember. Gestern griffen die französischen Truppen nach einer ausgiebigen, am Tage zuvor begon--- mencn Artillerievorbereitung, die in den ersten Morg-nslune^ ! den noch intensiver wurde, in prächtigem S^eid die feind« ! lichen Stellungen zwischen der Osteriadi Menfenerü und Nara nzine an. Trotz des erbitterten Widerstandes des Feindes richteten sich unsere tapferen Verbündeten dauer- j haft in den eroberten Stellungen ein. Sie nahmen 44 L"' > ziere und 1348 Soldaten gefangen und erkeiiteten 60 > schineugewehre, sieben Geschütze, mehrere Grabenschnellf» l geschütze und anderes reichliches Kriegsmaterial. Die fchcn und die italienischen Flieger '^und Batterien , wirksam zur Aktion bei. Der Feind scht beharrlich schießung uniierteidigter Städte fort. Vergangene kamen seine Flieger zum dritten Male nach P« Zwischen g Uhr abends imd 3 Uhr morgens w. nrehrere Dutzend Bomben abgeworfen. GlückliHrweise dank dem von den Zivil- und den Militärbehörden ergriffe. Maßnahmen und dank der bewundernswerten Ni'.he der I. völkerung die Zahl der Opfer auf fünf Verwinidete beschränkt, darunter eine Frau. Das reiche Erbgut der Stadt wurde da- gegen stark mitgenommen. Die Basilica del Sant» und das Historische Museum wurden nrerklichM^ schädigt. Der Giebel des Doms wurde geschossen. Unsere in der Nacht airfgestügenen Flieg '^' bardierten mit großer Wirksamkeit die fèindlichrn F' von Aviano und L a' Comina, die in Erwa Rückkehr der feindlichen Flieger erleuchtet waren- bombardierten Flugzeuge und nachts Wassorfli «feindlichen Flugplätze zwis^ awie fcindlrâ Ur^,> To-rrë^» isi I 'I/ 7­»t-Uv-LkSr»»» I»I»»â, a««,,rr-I-I> WtzWWW >MS «DMMX m>-! »»<I ZW i>-at,i.W Trn».», W W >W « » 8 M« U N » WI K« K». Mi' . I'« ivrva-ll, mvvâ SLo kcrovM. NW IsW MD MW MD IWG MD MM- - DtzäM« "" ifN -MW' d-Idlibrlx Lrvnmi, vtslslj. >r WM MM WW WM -IMU SDI wâUi<-ii «.«)irr<>»ei>. >kMckdi»tti AM 88 « » n8 88 IW M WW WlM IW 8s -WI M Nrovs», i» M 8 M M» »W 8 »8 W»_ MW W IW lF s» AM WU «DI «> v^srtoli. 7.S0Lroi«!il, woná Lso^ravW. WA AW .W .lW IW WM ^Ml 88 Wlâ W 88.^8 MM »â kür--k^rs <>«, Xk«>«. WWW WWWA WWW «WWW WWI WM WAWW WWWW WA üer i-rovln» Änä vivrtoi. ^ 'drUllii Ä Ürooon mr eotrivktz«i. »Sr NI»»-ll-d Nei-m. 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Wir hoffen, daß diri :: . mostenden Akte, der ein leuchten­des Beispiel ist, daß He Reich der wirkliche Vertei­diger der Freiheit de . ß't, weitere Schritte folgen werden, die unörläßlia - vollständige Selbständigkeit PcrsroiiS und seine Befi Fesseln sind, die sich mit den Prinzipien oest^reii^ ereinbaren lassen. K-rruski k?!> - M», sTelegramm des Lloyd.) '' ur g- 1. Januar. Aus London wi^^ aeme e Times er- fkchren aus Archange dn,-t bei dem neuen Ha det und mit Bucha düng steht. Tie Beschlagnahme der Bankdepots ii ' n«,. sLelegramm des Pester Llv Gen). I. .Jüx . Keine der bisherigen Anordnungen des rsrateL hat in Paris stärkere Erregung hervorzerufen als die Verstaatlichung der Lanken und Ver­sicherungen und die damit zusammenhängende B e - schlagnahme aller Depositen. Die Depeschen des Botschafters Noulens hatten in der vorigen Woche d.wauf vorberfttet. Aber Clemenceau, Pichon und Finanzminlster Klotz hielten es nicht für zweckmäßig, davon Mitteilung zu machen. Voraussichtlich wird! Noulens angewiesen werhen, unter anderem au<s^a-1 gegen zu protestieren. daß die französi s chft n Besitzer von Banktresors diese auf Verlangen der. Volksratsorgane öffnen müssen. Große Erwartungen! werden in einen solchen Protest nicht gesetzt, weil die Nichtanerkennung der Petersburger Regierung durch die Entente alle ihre diplomatischen Schritte erschwert. Falsche Berichte über Unruhen in Petersburg. NoltcrVli », 31. Dezrmb«. Nach dem Nicuwen Rotterdamschen Courant meldet der eben aus Petersburg zurückgekehrte Korrespon­dent der DailY News, die Berichte derenglrs ch e n Presse über Unruhen in der russischen Hauptstadt seien hauptsächlich auf absichtlich falsche Berichte der oppositionellen rus-! sischenP resse zurüazuführen. In der Stadt herrscht! bessere Ordnung als früher. Zum 'ersten Mole seit Ausbruch der Revolution sei eine Negiemng wirklich mächtig. Es sei zwar ganz gut möglich, daß das Volk die Bolschewiki nicht gern sehe, ober es gehorche ihnen doch mit erstaunlicher Bereitwilligkeit. Die Regierung werde die gesetzgebende Versammlung sofort einberu- fen, sobald 400 Abgeordnete in Petersburg anwesend seien. Dann werde sie. da die Hälfte der Revolutionäre auf ihrer Seite stehe, über eine Mehrheit verfügen. Jeder Versuch, sie niit Gewalt zu stürzen, würde nur zu einem Zustand von Anarchie führen können, der niemand anderem nützen würde als den Deutschen. > Der Unterj Die JahresbUm Das Wolff-Bureau berichte für die Kriegführung zu politische Entscheidung, des großen Völkerkamp gebender Bedeutung ist. ü besonderen Formen des Sperrg sich gegen den feindlichen und Interesse fahrenden Hanl Noch einem halben Jahre energischer , trat beim Gegner im September die S ch ein, die die Lähmung des feindlichen Seepe haben würde, wenn es dem Feinde nicht durch Defchlagnahme und Weg na len Schiffsraumes zu überwinden, t Schiffsraumergänzung ist aber ebenso wie di nähme der im Auslaude aufliege. schen Schiffe mit jenem Gewaltakt f schöpft. Weiteren - Zuwachs kann nur Schis bringen. Dieser aber wird weit hinter de kungen Zurückbleiben. Selbst fachmän. des Gegners stellen das mit Besorgnis in der Oe, fest. Die Zahl der verfügbaren Un boote ist bei den sich in mäßigen Gr haltendenVerlustendauerndwachsend. wirtschaftlich bürgerlichen Versorgung der Mächte herrscht Mangel an Brotgetreide, anderen LebenSmitteVn, auch an RohstoS Zufuhren aus entfernteren Teilen der Erde nach Er sino wogen des Schiffsramnmangels unmöglich. Unsere Hochseeflotte hatte im Jahre 1917 iu Kampfe auf freiem Meers gegen den uin das Doppelte stärkeren Feind die Ueberlegen- heit ihrer Ausbildung und ihres Materials rrihrureicl- be­wiesen. Bei der Einnahme der ^usel Oesel, Lago und Moon verschifste und gclciiete sie eine stotttiche Trups'enmacht über Ses, bahnt: der TranS,'arislette den Weg durch dichte Minenfelder und führte zur Tecki ng der Landung mit vollem Erfolge einer, ungleichen Kamft gegen l euzertliche stark« Landbefestigungen, erncn Kainpf, der in iUrtferUormarsch i. Wachsen der Friedsnsstimmung sTelezrsMm des Pester H ä «r Aus London wird gemeldet: Dsk fahren aus Rom: Die Lage in Jta dieselbe wie damals, als die Verbünde^ gesandt hotten. Inwieweit die Pariser weitere Hilfe für Italien vorgesehen haben, weiß die italienische Presse nicht: sie spricht deshalb ttmtung aus. daß Italien nlcht geholfenw denkatt n. Dadurch ist die Eintracht im Land Vie nach der Niederlage des Heeres zustande gekomn»^ ist, wieder gefährdet. Die Stimmung U mehralsjezuvorfürden Frieden. '

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